Septumplastik in der Türkei ist ein chirurgischer Eingriff zur Korrektur einer Nasenscheidewandverkrümmung, der darauf abzielt, die Nasenatmung zu verbessern und funktionelle Beschwerden zu reduzieren. Der Eingriff wird von HNO-Fachärzten durchgeführt und basiert auf standardisierten medizinischen Verfahren mit präziser anatomischer Korrektur der Nasenscheidewand.

Kosten der Septumplastik in der Türkei liegen im internationalen Vergleich häufig auf einem moderaten Niveau, während medizinische Standards und klinische Infrastruktur auf hohem Niveau bleiben. Viele Kliniken bieten strukturierte Behandlungspakete an, die präoperative Diagnostik, Operation, Nachsorge und stationäre Betreuung umfassen.

Ablauf einer Septumplastik in der Türkei umfasst in der Regel eine ausführliche HNO-Untersuchung, bildgebende Diagnostik und eine präoperative Planung. Der operative Eingriff erfolgt meist unter Vollnarkose und dauert etwa 30 bis 90 Minuten. Ziel ist die funktionelle Begradigung der Nasenscheidewand ohne äußere Veränderung der Nasenform.

Erholung nach einer Septumplastik in der Türkei verläuft üblicherweise innerhalb weniger Wochen und beinhaltet eine kontrollierte postoperative Betreuung. Leichte Schwellungen oder vorübergehende Nasenverstopfung können auftreten, klingen jedoch meist rasch ab. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen unterstützen eine stabile Heilung und optimale Atemfunktion.

Über mich

Prof. Dr. Fehmi Döner
Facharzt für HNO- sowie Kopf- und Halschirurgie

Meine Grund- und Sekundarschulbildung habe ich in İzmir abgeschlossen. Mein Medizinstudium habe ich 1988 an der Medizinischen Fakultät Cerrahpaşa der Universität Istanbul abgeschlossen. Meine Facharztausbildung absolvierte ich an der Medizinischen Fakultät der Atatürk-Universität, Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Während meiner Facharztausbildung hielt ich mich zu unterschiedlichen Zeiten und für unterschiedliche Dauer an der Medizinischen Fakultät der Universität Istanbul, Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, auf und nahm an klinischen Studien teil, um meine Kenntnisse und Erfahrungen zu erweitern.

Nach dem Erwerb meines Facharzttitels im Jahr 1994 arbeitete ich acht Monate lang im Staatlichen Krankenhaus Kütahya und wurde anschließend im Dezember 1994 als Assistenzprofessor an die Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde der Süleyman-Demirel-Universität berufen.

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Was ist das Nasenseptum und warum ist es so wichtig?

Stellen Sie sich Ihre Nase wie ein Zelt vor. Was auch immer die zentrale Hauptstange ist, die dieses Zelt aufrecht hält – genau das ist das Septum für Ihre Nase. Von außen betrachtet teilt diese Struktur, die genau in der Mitte unseres Gesichts liegt, den inneren Nasenraum in zwei getrennte Tunnel, rechts und links. Diese Trennung ist jedoch keine zufällige Aufteilung; sie ist eine aerodynamische Anordnung.

Anatomisch betrachtet besteht das Septum nicht aus einem einzigen massiven Block. Im vorderen Teil befindet sich der quadranguläre Knorpel, der die Flexibilität ermöglicht, die Sie spüren, wenn Sie die Nasenspitze berühren. Gehen wir weiter nach hinten und oben, wird diese Struktur fester und verknöchert. Im hinteren oberen Teil kommt ein Anteil des Siebbeins (Ethmoid) ins Spiel, im unteren Teil die knöcherne Struktur, die wir Vomer nennen. Diese drei unterschiedlichen Komponenten verbinden sich an der Nasenbasis entlang einer Linie in perfekter Harmonie – wie die Teile eines Puzzles.

Die Aufgabe des Septums besteht nicht nur darin, die Nase in zwei Hälften zu teilen. Seine entscheidende lebenswichtige Funktion ist es, den „laminaren“ Fluss der eingeatmeten Luft zu gewährleisten. Laminarer Fluss bedeutet, dass die Luft wie ein Fluss glatt, geordnet und ohne Widerstand strömt. Bei einem korrekt ausgerichteten Septum tritt die Luft durch die Nasenlöcher ein, erwärmt sich, wird befeuchtet und gereinigt, während sie nach hinten wandert. Dabei stößt sie auf kein Hindernis. Liegt jedoch eine Septumkrümmung vor, wird dieser glatte Fluss plötzlich zu einem turbulenten Wasserfall. Die Strömung wird gestört, es entsteht Turbulenz, und die Atemqualität sinkt dramatisch.

Warum entsteht eine Septumdeviation und wie wirkt sie sich auf den Körper aus?

Der Zustand, den wir medizinisch als „Septumdeviation“ bezeichnen, ist das Abweichen dieser mittleren Wand nach rechts oder links, ihr Verbiegen oder das Bilden scharfer Vorsprünge (Spur) an bestimmten Stellen. Warum also ist bei manchen von uns die Nase innen schief? Die Antwort lässt sich meist in zwei Hauptkategorien einteilen: unser genetisches Erbe und Unfälle im Alltag.

Bei einigen Patienten ist dieser Zustand vollständig angeboren. Schon die Lage im Mutterleib oder der Druck beim Durchtritt durch den Geburtskanal können das Schicksal des Septums bestimmen. Wenn unsere genetische Veranlagung eine Neigung zu Gesichtsasymmetrien beinhaltet, können sich die Nasenknochen im Laufe der Jahre vergrößern, während das Septum mit diesem Wachstumstempo nicht mithält und sich verbiegt. Der häufigste Grund, den wir sehen, sind jedoch Stürze und Stöße im Kindesalter. Ein kleiner Schlag, der damals nicht beachtet wurde, kann die Wachstumszentren der Nase (mikroskopische Fabriken) beeinflussen. Während das Kind wächst, entwickelt sich das Nasendach, aber das Septum wächst aufgrund des erlittenen Schadens schief.

Wenn eine Deviation entsteht, beginnt im Körper ein Chaos. Nach den Gesetzen der Physik wird die Luft auf der schmalen Seite, wo die Krümmung ist, komprimiert und ihre Geschwindigkeit steigt. Schnellere Luft trocknet den Bereich aus, durch den sie strömt. Dies führt zu Krustenbildung, Brennen und häufig wiederkehrenden Nasenbluten.

Der interessanteste Teil ist jedoch das, was wir „paradoxe Verstopfung“ nennen. Der Patient erwartet meist, dass die Seite mit der Krümmung verstopft ist. Doch auch auf der Seite ohne Krümmung, also auf der eigentlich weiteren Seite, tritt eine Verstopfung auf. Warum? Weil unser Körper keine Leere mag. Um den größeren Raum zu füllen, schwellen die Nasenmuscheln (Konchen) an und vergrößern sich. Am Ende bleibt der Patient mit einer funktionsgestörten Nase zurück: eine Seite ist durch die knöcherne Krümmung, die andere durch Muschelvergrößerung blockiert.

Die grundlegenden Probleme, die eine Septumdeviation verursacht, sind:

  • Chronische Nasenverstopfung
  • Schlafen mit offenem Mund
  • Morgens müde aufwachen
  • Häufig wiederkehrende Halsinfektionen
  • Verminderte Belastbarkeit
  • Beeinträchtigter Geruchssinn
  • Postnasaler Tropf
  • Wiederkehrendes Nasenbluten
  • Gesichts- und Kopfschmerzen

Wie wird der nasale Reinigungsmechanismus geschädigt?

Unsere Nase ist nicht nur ein Lufttunnel, sondern auch ein hochentwickeltes Filtersystem. Die Schleimhautschicht, die das Innere der Nase auskleidet, ist mit Millionen mikroskopischer Härchen (Zilien) bedeckt, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Diese Härchen fegen Staub, Keime und Partikel, die an ihnen haften bleiben, kontinuierlich von vorne nach hinten, also in Richtung Nasenrachen. Dieses System nennen wir „mukoziliäre Clearance“. Es ist der Selbstwasch- und Selbstreinigungsmechanismus der Nase.

Bei einem gesunden Menschen ist dieser Reinigungsprozess sehr schnell und effektiv. Ein von außen eingedrungener Staubpartikel wird innerhalb von etwa 10–15 Minuten in den hinteren Nasenbereich transportiert, geschluckt und durch die Magensäure zerstört. Besteht jedoch eine Septumkrümmung, wird der Luftstrom gestört und es entsteht Turbulenz. Diese Turbulenz drückt die empfindlichen Zilien in diesem Bereich nieder und lässt sie ausfallen – wie ein starker Wind, der Getreide umlegt. Zudem verändert die durch den Luftstrom verursachte Trockenheit die Konsistenz des Schleims; er wird klebrig statt flüssig.

Wissenschaftliche Messungen zeigen uns Folgendes: Bei Patienten mit schwerer Deviation kann die Selbstreinigungszeit der Nase 25–30 Minuten erreichen, manchmal kommt dieses System sogar vollständig zum Stillstand. Was ist die Folge? Bakterien und Viren bleiben länger in der Nase, finden Zeit zur Vermehrung. Das erklärt, warum der Patient ständig krank ist und warum Sinusitisanfälle nicht richtig abklingen. Nach einer erfolgreichen Operation ist eines unserer wichtigsten Ziele nicht nur, den Luftweg zu öffnen, sondern auch diesen „Kehr“-Mechanismus auf die Werkseinstellungen zurückzubringen.

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In welchen Situationen und bei welchen Symptomen wird die Operationsentscheidung getroffen?

Es kommt sehr häufig vor, dass ein Patient mit einer CT-Aufnahme in der Hand kommt und fragt: „Herr Doktor, man hat gesagt, ich habe eine Krümmung – sollte ich operiert werden?“ Unsere Antwort ist immer sehr klar: Wir behandeln nicht die Bilder, sondern den Patienten. Nur weil das Septum in radiologischen Aufnahmen schief erscheint, bedeutet das nicht, dass diese Person unbedingt operiert werden muss. Wenn der Betroffene keine Beschwerden hat, gut schläft und eine gute Belastbarkeit besitzt, rühren wir die Krümmung nicht an.

Es gibt jedoch Situationen, in denen eine Operation nicht mehr eine Wahl, sondern eine gesundheitliche Notwendigkeit wird. Unser grundlegendstes Kriterium ist eine Beeinträchtigung der Lebensqualität. Eine Nase, die trotz medikamentöser Behandlung, Nasensprays und Allergietherapien nicht frei wird, bedeutet, dass eine mechanische Verstopfung vorliegt – und mechanische Probleme lassen sich nur mit mechanischen (chirurgischen) Methoden lösen.

Die wichtigsten Situationen, die die Operationsentscheidung sichern, sind:

  • Gegen medikamentöse Behandlung resistente Nasenverstopfung
  • Chronische Sinusitisanfälle
  • Starkes Schnarchen
  • Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
  • Nicht kontrollierbare Nasenbluten
  • Einseitige hartnäckige Kopfschmerzen
  • Mittelohrprobleme
  • Deutliche äußerliche Schiefstellung

Außerdem kann es vorkommen, dass wir eine Septoplastik durchführen müssen, auch wenn das Hauptproblem nicht die Nasenverstopfung ist, um eine andere Erkrankung zu behandeln. Wenn beispielsweise ein Hypophysentumor durch die Nase erreicht werden soll oder eine Operation wegen eines Tränenkanalverschlusses geplant ist, muss das Septum korrigiert werden, um dem Chirurgen ein Arbeitsfeld zu schaffen. In solchen Fällen dient die Septumchirurgie als eine Stufe auf dem Weg zur Behandlung.

Was ist das ideale Operationsalter und wie sollte bei Kindern vorgegangen werden?

Das Konzept des „richtigen Zeitpunkts“ ist bei dieser Operation äußerst kritisch. Die allgemein akzeptierte Regel ist, bis etwa zum 18. Lebensjahr zu warten, wenn die Gesichtsentwicklung weitgehend abgeschlossen ist. Warum beeilen wir uns nicht? Weil es in bestimmten Bereichen des Septums spezielle Wachstumszentren gibt, die das Wachstum der Nase und des Mittelgesichts ermöglichen. Operationen in jungen Jahren, insbesondere mit einer aggressiven Technik, können diese Zentren schädigen. In der Folge wächst die Nase des Kindes nicht, das Gesicht bleibt flach, und es kann eine eingesunkene Nasenstruktur entstehen, die wir „Sattelnase“ nennen.

In der Medizin verwenden wir das Wort „nie“ jedoch ungern. In einigen Ausnahmefällen kann das Warten bis 18 dem Kind größeren Schaden zufügen. Wenn die Deviation das Atmen des Kindes vollständig verhindert, zu schwerer Schlafapnoe führt, Wachstums- und Entwicklungsverzögerungen verursacht oder wenn sich aufgrund der Mundatmung bereits Zahn- und Kieferstruktur zu verschlechtern beginnen, haben wir keinen Luxus zu warten.

In diesen besonderen Fällen wenden wir eine sehr sensible Methode an, die wir „Schützende Pädiatrische Septoplastik“ (Limited Septoplasty) nennen. Dabei handelt der Chirurg so vorsichtig, als würde er durch ein Minenfeld gehen. Die Wachstumszentren werden nicht berührt, und es werden keine großflächigen Knorpelentfernungen vorgenommen. Nur die auffälligste Krümmung, die den Luftweg blockiert, wird mit minimalen Eingriffen korrigiert. Ziel ist es, dem Kind bis zum Ende der Pubertät eine komfortable Atmung zu ermöglichen. Falls erforderlich, kann nach dem 18. Lebensjahr eine detailliertere Revision geplant werden.

Welche modernen chirurgischen Techniken und Methoden gibt es?

Im Laufe der Jahre haben sich die Medizintechnologie und unsere chirurgische Philosophie stark verändert. Früher bedeutete Septoplastik oft, dass ein großer Teil des schiefen Knorpels und Knochens entfernt und weggeworfen wurde. Dieser Ansatz öffnete zwar den Luftweg, schwächte aber die Stabilität der Nase. Mit der Zeit konnten ein Absinken der Nasenspitze oder ein Einsinken des Nasenrückens auftreten. Heute basiert unser Ansatz nicht auf „Abreißen und Wegwerfen“, sondern auf „Reparieren und Neuformen“. Unser Ziel ist nicht mehr, Knorpel zu entsorgen, sondern ihn zu korrigieren und wieder einzusetzen – denn dieser Knorpel ist der wertvollste Baustein Ihrer Nase.

Die grundlegenden Techniken, die wir heute anwenden, lassen sich wie folgt aufzählen:

  • Geschlossene Technik und die Cottle-Methode:

Diese Methode ist die Basis der klassischen Septoplastik. Durch einen von außen unsichtbaren Schnitt im Inneren des Nasenlochs wird eingegangen. Die Schleimhaut wird vorsichtig vom Knorpel gelöst. Der schiefe Knorpel wird nicht entfernt; stattdessen wird er mit speziellen Instrumenten durch Quetschen begradigt, durch Einkerbungen entspannt oder mit Nähten an die Mittellinie gehängt. Das heißt, der Knorpel wird „diszipliniert“ und in der gewünschten Position belassen.

  • Endoskopische Septoplastik:

Dies ist eines der größten Geschenke der Technologie. Wir gehen mit dünnen Stäben (Endoskopen) mit Kamera und Licht an der Spitze in die Nase. So sehen wir selbst die hintersten, dunkelsten Bereiche in HD-Qualität auf einem großen Bildschirm. Der größte Vorteil ist, dass wir nur den problematischen Bereich behandeln können. Statt die gesamte Nase zu präparieren, führen wir eine gezielte Operation (Target Surgery) durch. Dadurch sind postoperative Schwellungen geringer und die Heilung sehr schnell. Insbesondere bei der Entfernung knöcherner Vorsprünge, die wir „septaler Sporn“ nennen, gilt dies als Goldstandard.

  • Extrakorpo­reale Septoplastik:

Diese Methode ist der Gipfel der Chirurgie. Sie wird meist bei Patienten angewendet, die schwere Traumata erlitten haben, deren Nase in „S“- oder „Z“-Form verbogen ist oder die eine „schiefe Nase“ (Crooked Nose) aufweisen. Wenn die Arbeit innerhalb der Nase nicht ausreicht, entnehmen wir den Septumknorpel als Ganzes. Auf dem sterilen Arbeitstisch (Back-Table) rekonstruieren wir den Knorpel wie ein Bildhauer oder Ingenieur. Wir schneiden die Krümmungen, setzen Patches ein, stützen mit resorbierbaren Platten und montieren ihn nach dem Formen zu einer perfekt geraden Platte wieder in die Nase. So können wir selbst bei den aussichtslosesten Nasen Wunder bewirken.

Warum ist das Septum für Gesichtsästhetik und Rhinoplastik so wertvoll?

Als HNO- und Gesichtsästhetik-Chirurg ist mein Blick auf das Septum weit mehr als der auf eine einfache Wand. Für uns ist das Septum eine unbezahlbare „Ersatzteilbank“. Bei ästhetischen Nasenoperationen (Rhinoplastik) ist das ideale Material, um die Nasenspitze anzuheben, den Rücken zu begradigen und die Nasenflügel zu stärken, der eigene Septumknorpel des Patienten. Er ist gerade, fest, aber formbar, und das Risiko einer Abstoßung durch den Körper ist null.

Wenn zuvor eine unachtsame Septoplastik durchgeführt wurde und der Knorpel unnötig weggeworfen wurde, wird es für einen Patienten, der später eine ästhetische Operation wünscht, schwieriger – weil uns kein Material mehr zur Verfügung steht. In diesem Fall müssen wir Knorpel aus der Ohrmuschel oder aus den Rippen entnehmen (Graft). Das bedeutet sowohl einen zusätzlichen Eingriff als auch, dass Rippenknorpel nie ganz die natürliche Feinheit und Harmonie des Septumknorpels liefern kann. Deshalb kalkulieren wir bei einer Septoplastik jeden Millimeter Knorpel und handeln mit Blick auf die Zukunft.

Hier muss der Begriff „L-Strut“ erwähnt werden. Der L-Strut ist der Sicherheitsrahmen des Septums in Form des Buchstabens „L“, der den Nasenrücken und die Nasenspitze trägt. Unabhängig davon, wie schief er ist, müssen wir im vorderen und oberen Bereich der Nase einen Knorpelrahmen von mindestens 1–1,5 cm erhalten. Das ist die wichtigste tragende Säule des Gebäudes. Wird diese Säule geschädigt, kann die Nase nach innen einsinken, und es entsteht ein „Boxernase“- oder „Sattelnase“-Erscheinungsbild. Die Meisterschaft des Chirurgen liegt darin, die Krümmung zu korrigieren und dabei diese lebenswichtige Säule stabil zu halten.

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    Was ist der Zusammenhang zwischen einer Nasenklappenverengung und der Atmung?

    Manchmal hören wir von unseren Patienten den Satz: „Herr Doktor, ich habe den Knochen entfernen lassen, im Bild sieht man, dass die Nase innen offen ist, aber ich kann immer noch nicht atmen.“ In diesem Fall ist der Schuldige oft der Bereich der „nasalen Klappe“ (Nasal Valve). Die nasale Klappe ist der enge Winkel zwischen den Knorpeln, die das Nasendach bilden, und dem Septum. Sie funktioniert wie eine Klammer. Normalerweise sollte dieser Winkel beim Einatmen 10–15 Grad betragen. Wenn dieser Winkel verengt ist, kleben die Nasenflügel durch den Vakuumeffekt nach innen, egal wie tief Sie einatmen wollen, und der Luftstrom wird unterbrochen.

    Um dieses Problem zu lösen, nutzen wir den aus dem Septum gewonnenen Knorpel sehr gezielt. Knorpelstreifen, die wir „Spreader-Grafts“ (Spreizer-Grafts) nennen, platzieren wir zwischen dem Septum und den Dachknorpeln. Wie das Weiten eines zu engen Schuhs mit einem Schuhspanner erweitert dies den engen Winkel. So wird das Atemproblem gelöst, und gleichzeitig werden die feinen ästhetischen Linien am Nasenrücken (dorsale ästhetische Linien) deutlicher sichtbar.

    Auch eine abgesunkene Nasenspitze erschwert die Atmung. Wenn Sie merken, dass Sie besser atmen, wenn Sie die Nasenspitze mit dem Finger leicht anheben, bedeutet das, dass Sie eine Stütze der Nasenspitze benötigen. Das erreichen wir mit einem „Kolumellar-Strut“-Graft, den wir ebenfalls aus Septumknorpel herstellen. Dieser Graft wirkt wie eine Säule, die zwischen den beiden Nasenlöchern platziert wird, und verhindert, dass die Nasenspitze mit der Zeit nach unten sinkt.

    Die wichtigsten Grafts, die wir in der Klappenchirurgie verwenden, sind:

    • Spreader-Grafts
    • Kolumellar-Strut-Graft
    • Septale Extensionsgraft
    • Alar-Batten-Grafts
    • Rim-Grafts

    Wie wird die Tamponade nach der Operation angewendet?

    Wenn man an Septoplastik denkt, kommt vielen sofort dieser Albtraum in den Sinn: „Als die Tampons gezogen wurden, dachte ich, mein Gehirn hätte sich bewegt!“ Zum Glück gehört dieser Satz heute weitgehend in die staubigen Regale der Medizingeschichte. Die früher verwendeten meterlangen Gazetamponaden waren wirklich qualvoll zu entfernen, weil sie austrockneten und am Gewebe festklebten. In der modernen Medizin steht der Patientenkomfort jedoch an erster Stelle.

    Heute verwenden wir zwei Hauptmethoden, und beide sind sehr komfortabel:

    Gerillte Silikon-Splints:

    Das sind blattförmige, weiche und glatte Silikonmaterialien. Ihre wichtigste Eigenschaft ist, dass sie in der Mitte Luftkanäle haben. Das bedeutet, der Patient kann direkt nach dem Aufwachen aus der Narkose durch diese Kanäle atmen. Sie haften nicht am Gewebe. Das Entfernen dauert nur Sekunden, und der Patient empfindet weniger Schmerz als vielmehr ein seltsames Kitzeln, wenn etwas aus der Nase herausgleitet.

    Tamponfreie Chirurgie (Transseptale Naht):

    In geeigneten Fällen können wir ganz auf Tamponaden oder Silikon verzichten. Mit einer speziellen Technik, der sogenannten „Kapitonnaht“ (Quilting Suture), nähen wir die beiden Schleimhautblätter des Septums entlang der gesamten Länge aneinander – wie beim Nähen einer Steppdecke. Diese Nähte verhindern Blutansammlungen und lassen die Gewebe zusammenhaften. Der Patient verlässt die Operation ohne Fremdkörper in der Nase. Diese Technik ist der Gipfel des Patientenkomforts, aber nicht jede Nasenanatomie ist dafür geeignet; die Entscheidung trifft der Chirurg während der Operation.

    Worauf nach der Operation zu achten ist:

    • Regelmäßige Nasenspülungen mit den verordneten Sprays
    • Die Naseninnenseite feucht halten
    • Schwere sportliche Aktivitäten vermeiden
    • Heiße Bäder und Dampf meiden
    • Die Nase vor Stößen schützen
    • Starkes Schnäuzen vermeiden

    Welche möglichen Komplikationen und Risiken gibt es?

    Die Septoplastik ist in erfahrenen Händen ein sehr sicherer Eingriff mit extrem niedriger Komplikationsrate. Dennoch kann, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, nicht von einem Risiko von Null gesprochen werden. Es ist wichtig, dass der Patient diese Möglichkeiten kennt, um Transparenz im Prozess zu gewährleisten.

    Die Situation, vor der wir uns am meisten sorgen, ist das „septale Hämatom“. Dabei sammelt sich Blut zwischen den Schleimhautblättern. Septumknorpel ist ein gefäßarmes Gewebe; er wird durch Diffusion über die Schleimhaut ernährt. Wenn sich Blut dazwischen ansammelt, wird der Knorpel nicht mehr versorgt und kann innerhalb von 48–72 Stunden schmelzen. Dies kann zu einer dauerhaften Nasendeformität führen. Deshalb gilt: Wenn nach der Operation plötzlich starke Schmerzen und eine vollständige Verstopfung auftreten, müssen Sie dringend Ihren Arzt kontaktieren. Mit einer einfachen Entlastung (Drainage) lässt sich das Problem beheben.

    Ein weiteres Risiko ist die „septale Perforation“, also die Entstehung eines Lochs im Septum. Wenn während der Operation gegenüberliegende Schleimhautrisse entstehen und unbemerkt bleiben, kann beim Heilen ein Loch zurückbleiben. Dieses Loch kann beim Atmen ein Pfeifgeräusch und eine ständige Krustenbildung verursachen. Ein erfahrener Chirurg erkennt und repariert solche Risse auch dann, wenn sie während des Eingriffs auftreten.

    Eine weitere seltene Komplikation ist die „Sattelnase“-Deformität. Dabei sinkt der Nasenrücken ein, weil die L-Strut-Stütze zu stark geschwächt wurde. Das macht aus einer funktionellen Operation ein ästhetisches Problem, dessen Korrektur meist eine umfangreichere Revision mit Rippenknorpel erfordert. Daher sind die Wahl des Chirurgen und ein schützender Ansatz von entscheidender Bedeutung.

    Mögliche Risiken sind:

    • Septales Hämatom
    • Septale Perforation
    • Infektion
    • Einsinken des Nasenrückens
    • Vorübergehender Gefühlsverlust
    • Vorübergehende Veränderungen des Geruchssinns
    • Synechien (intranasale Verwachsungen)

    Wie verläuft der Heilungsprozess?

    Die Operation ist beendet, Sie sind zu Hause. Was erwartet Sie? In den ersten Tagen sind eine leichte Schwellung im Gesicht und ein Gefühl der Nasenverstopfung völlig normal. Schmerzen sind meist gering und lassen sich mit einfachen Schmerzmitteln kontrollieren. Unsere Patienten beschreiben es oft so: „Es fühlt sich an, als hätte ich eine starke Erkältung.“

    Silikon-Splints werden in der Regel am 2. oder 3. Tag nach der Operation entfernt, je nach Situation manchmal auch am 7. Tag. Der Moment, in dem die Splints entfernt werden, ist für unsere Patienten ein Meilenstein. Das Lächeln, das sich auf ihrem Gesicht ausbreitet, wenn sie den ersten tiefen Atemzug nehmen, ist für uns Ärzte die größte Belohnung. Wir hören sehr oft den Satz: „Doktor, ich habe gespürt, wie Sauerstoff mein Gehirn erreicht hat.“

    Doch die Heilung endet hier nicht. Es kann 3 bis 6 Wochen dauern, bis sich die Nasenschleimhaut vollständig erneuert und die Zilien wieder zu arbeiten beginnen. In dieser Zeit werden Nasenspülungen, Meerwassersprays und befeuchtende Tropfen Ihre besten Freunde sein. Das Entfernen von Krusten beschleunigt die Heilung.

    Wie messen wir das Ergebnis einer erfolgreichen Operation? Nur zu sagen „meine Nase ist frei“ ist eine subjektive Einschätzung. Wissenschaftlich bewerten wir die Verbesserung der Lebensqualität des Patienten mit Fragebögen wie NOSE und SNOT-22. Wenn beispielsweise die Schlafqualität eines Patienten vor der Operation bei 3 von 10 lag und nach der Operation auf 9 steigt, ist das für uns echter Erfolg.

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